Willkommen

Zernsdorf als Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen liegt südöstlich von Berlin in Mitten eines Seen- und Waldgebietes. Attraktiv ist der Ort durch die naturnahe Umgebung, die Berlin-Nähe und seine guten Verkehrsverbindungen zu Lande, Wasser und in der Luft.

 

Diese Website informiert primär über Historisches und Aktuelles von der Eisenbahn in Zernsdorf und der Bahnlinie Königs Wusterhausen-Frankfurt (Oder), aber auch über andere Bahnstrecken in der Region und die ehemalige Lokomotivfabrik BMAG in Wildau. Vorschläge zur Verbesserung des Verkehrs in und um Königs Wusterhausen finden sich unter Verkehrskonzept und Ausführungen zum Thema umweltschädliche Belastungen unter Umweltschutz. Interessante Ziele für Erholungssuchende werden auf der Seite Touristisches beschrieben. Zu guter Letzt kommen Dichter und Denker zu Wort mit Texten, die auch in der heutigen Zeit ihre Aktualität nicht verloren haben ("Denkfutter"). 

 

An sich sollte hier diese meist erfreulichen Dinge im Vordergrund stehen. Leider rufen die insuffizienten Ämter hierorts viel Kritik und Widerspruch hervor. Auf der Startseite und auf der Seite Urbi et Orbi müssen daher auch die durchweg schlechten Erfahrungen mit den Behörden von Stadt und Kreis thematisiert werden.


Aktuelles

Fahrplan der Züge ab Bahnhof Zernsdorf

Werktags stündlich ab 5:00 bis 23:00 Uhr, ausgenommen 22:00 Uhr; sonn- und feiertags erst ab 7:00 Uhr

jeweils zur Minute 18 nach Königs Wusterhausen,

jeweils zur Minute 40 nach Beeskow bzw Frankfurt/Oder


Behördlicher Vandalismus: Stadt KW zerstört mutwillig das Ortsbild am Bahnhof Zernsdorf

Die Stadt Königs Wusterhausen will überraschend die Strasse "Zum Bahnhof" und den Bahnhofsvorplatz kurzfristig ausbauen. Dabei soll das historische Pflaster der Strasse durch Betonverbundsteine ersetzt und sämtliche Bäume abgeholzt werden. Primäres Ziel der Stadt ist es, ordentlich betonierte Autoparkplätze zu schaffen. Gegen die Versiegelung der Flächen und die Fällung der alten Bäume, die mit dem Bahnbau vor mehr als 100 Jahren gepflanzt wurden, setzen sich Anwohner zur Wehr. Da bereits Parkplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Zufahrt zum Bahnhof gewährleistet ist, sind die geplanten Maßnahmen nicht nur überflüssig, sondern sogar  kontraproduktiv hinsichtlich Stadt-Finanzen, Umweltschutz und Denkmalschutz.

 

Am 06. Februar 2020 hatten im Auftrag der Stadt KW die Arbeiten zur Fällungen einer alten Laubbaum-Reihe begonnen, obwohl gültige Genehmigungen von Denkmalschutzbehörde und Eisenbahnbundesamt nicht vorlagen und auch ein unabhängiges Baumgutachten fehlte. In diesen und anderen Punkten hatte die Stadtverwaltung die Entscheidungsgremien der Stadt belogen. Ausserdem gab es einen Widerspruch von Bürgern, der von der Verwaltung nicht bearbeitet worden ist. Am 28.02.2020 sind nun alle Bäume bis auf einen gefällt worden. Man kann es getrost als Barbarei, ja als Verbrechen bezeichnen, wenn ohne Not kerngesunde große Laubbäume gefällt werden. Die schöne Baum-reihe ist nun unwiederbringlich dahin, und der Charakter dieses Platzes ist zerstört! Die Stadt KW weigert sich, wenigstens neue Bäume als Ersatz hier vor dem Bahnhof anzupflanzen und den Parkplatz statt mit Betonpflaster mit Natursteinen zu pflastern.

 

Ab dem 11. Oktober 2021 soll jetzt betoniert werden. Die Stadt KW führt für das Auto Krieg gegen die Natur! Warum? Cui bono?

vorher:

nachher:

Märkische Allgemeine Zeitung vom 19. April 2021

Umweltkatastrophe in Deutschland, und was nun?

Schon wenige Wochen nach den Unwetterkatastrophen geht man in unserem Lande wieder zur Tagesordnung über. Nicht einmal ansatzweise sind Maßnahmen angekündigt, um den Ursachen solcher Ereignisse entgegenzuwirken. Die Stadt Königs Wusterhausen hat es nicht für nötig gehalten, auf einen Offenen Brief (siehe unten) zu reagieren, und steckt den Kopf in den märkischen Sand. Nach dem Motto: einfach weiter so. They don't believe we're on the eve of destruction. 

 Als Lektüre zu diesem Thema sei das aktuelle Buch " Zu viel für diese Welt" von Reiner Klingholz dringend empfohlen!!!

Das ist nicht Bangladesch, sondern die Eifel...
Das ist nicht Bangladesch, sondern die Eifel...

Großflächiger Einsatz von Pflanzengiften bei der Deutschen Bahn

Zernsdorf, den 15. Juni 2021

Der Spezialzug von Bayer Cropscience zur Vernichtung von Bewuchs in den Gleisen fuhr wieder auf der Strecke von Königs Wusterhausen nach Frankfurt/Oder über Zernsdorf. Dabei wird der chemische Wirkstoff Glyphosat ausgebracht. In der EU hat das umweltschädigende Glyphosat weitere Zulassung bis Ende 2022 erhalten - zur Freude des Herstellers Bayer. Immerhin hat Bayer das Verfahren eines ungarischen Unternehmens kopiert, mit dem eine Bahnstrecke gescannt wird und nur da Gifte versprüht werden, wo tatsächlich Bewuchs entstanden ist. Dadurch wird die ausgebrachte Giftmenge reduziert. Dennoch: Die Deutsche Bahn, die sich gerne als die grüne Bahn sieht, setzt leider noch immer jährlich tonnenweise Glyphosat ein, obwohl es alternative Verfahren zur Vegetationskontrolle völlig ohne giftige Chemie gibt. 

Der Giftzug am 15. Juni 2021 um 21:00 Uhr im Bahnhof Zernsdorf in Richtung Frankfurt/Oder fahrend
Der Giftzug am 15. Juni 2021 um 21:00 Uhr im Bahnhof Zernsdorf in Richtung Frankfurt/Oder fahrend
Der Zug bei der Rückfahrt am 16. Juni um 01:30 Uhr
Der Zug bei der Rückfahrt am 16. Juni um 01:30 Uhr

Die Deutsche Bahn versprüht jährlich 60 bis 80 Tonnen Wirkstoffe von Herbiziden, um die Gleise unkrautfrei zu halten. Dabei kommt haupt-sächlich Glyphosat von Monsanto/Bayer zum Einsatz. Die Bahn ist damit der größte Anwender von Herbiziden in Deutschland, was massive Folgen für Insekten, benachbarte Gärten und das Grundwasser hat. Die ARD hat das Problem in einer Sendung für Report Mainz am 18. Juni 2019 thematisiert und dazu auch am Bahnhof Zernsdorf Dreharbeiten durchgeführt. Die Strecke KW-Frankfurt/Oder wurde Ende Juni 2019 mit einem Zug zur "Vegetationskontrolle" befahren. Im Jahr 2020 wurde die Vegetation hier weitgehend per Hand mit Freischneidern entfernt - es geht doch! 

In der Ausgabe Nummer 36 des "Spiegel" vom 31. August 2019 ist ein weiterer Beitrag zum diesem Thema erschienen ("Die Mär von der grünen Bahn"). Am 11.11.2019 hat die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet. Es geht übrigens nicht nur um Glyphosat, sondern um alle von der DB eingesetzten Herbizide.


Ausschreibung Bahnnetz Ostbrandenburg

Berlin, den 02. Juni 2021

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat den Zuschlag im Wettbewerbsverfahren Netz Ostbrandenburg wieder an die NEB Betriebsgesellschaft mbH erteilt. Das Netz Ostbrandenburg umfasst auch die Linie RB36 von Königs Wusterhausen über Zernsdorf nach Frankfurt/Oder. Das Angebot für die Fahrgäste wird durch neue Fahrzeuge, Taktverdichtungen und neue Servicestandards deutlich verbessert. Zukünftig kommen zweiteilige Elektrofahrzeuge mit Batteriespeicher, Typ Mireo von Siemens zum Einsatz. Im reinen Batteriebetrieb haben die Züge eine eher geringe Reichweite von ca. 80 Kilometern. Deshalb muß möglicherweise für die RB36 eine Lademöglichkeit in Beeskow gebaut werden. Die Betriebsaufnahme mit den neuen Zügen ist für Ende 2024 vorgesehen. 

Mireo-Zug (Aufnahme Siemens)
Mireo-Zug (Aufnahme Siemens)

Besondere Lokomotiven im Bahnhof Zernsdorf

17. Mai 2021: Die Siemens Diesel-/Elektrolokomotive Vectron Dual Mode 248 004 war

auf Probefahrt von Königs Wusterhausen nach Frankfurt/Oder -

modernste Eisenbahntraktion am historischen Bahnhof Zernsdorf.

04. Dezember 2020: Diesellok 232 182 der Leipziger Eisenbahn Gesellschaft im Bahnhof

Zernsdorf eine Pause, bevor sie einen Kesselwagen aus Grünau holte. Die Lok hat eine

markante Lackierung mit aufgemaltem Motor und Motordaten.

08. Oktober 2020: Dampflok 01 509 war für eine abendliche Stunde zu Gast in Zernsdorf:


Berlin-Warschau-Express

Am 29. Januar 2019 hielt der Berlin-Warschau-Express der PKP gezogen von zwei DB 218 mit PKP-Lok 370 010 am Zugschluß auch in Zernsdorf. Das war allerdings nur ein Betriebshalt für den umgeleiteten Fernzug.