Willkommen

Zernsdorf als Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen liegt südöstlich von Berlin in Mitten eines wunderschönen Seen- und Waldgebietes. Die Einwohnerzahl wächst derzeit sehr stark, und die 4000er Marke wird bald erreicht sein. Attraktiv ist der Ort durch die naturnahe Umgebung, die Berlin-Nähe und seine guten Verkehrsverbindungen zu Lande, Wasser und in der Luft (Flughafen Schönefeld und dereinst vielleicht auch BER).

 

Diese Website informiert primär über Historisches und Aktuelles von der Eisenbahn in Zernsdorf und der Bahnlinie Königs Wusterhausen-Frankfurt (Oder). Aber auch von anderen Bahnstrecken in der Region wird berichtet. Vorschläge zur Verbesserung des Verkehrs in und um Königs Wusterhausen finden sich unter Verkehrskonzept und Ausführungen zum Thema umweltschädliche Belastungen unter Umweltschutz. Interessante Ziele für Erholungssuchende werden auf der Seite Touristisches beschrieben. Erfahrungen eines Neubürgers mit den Behörden von Stadt und Kreis finden sich unter Urbi et Orbi. Zu guter Letzt kommen Dichter und Denker zu Wort mit Texten, die auch in der heutigen Zeit ihre  Aktualität nicht verloren haben ("Denkfutter").


Aktuelles

 

Eine neue Publikation über den Bahnhof Zernsdorf, bitte anklicken:

https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2020/2/Denkmalpflege-aktuell-Bahnhofsgebaeude.php#.XpocA2cUnIU


Der Schrei nach Geld

Konzerne, Verbände, Vereine und sogar Studenten verlangen finanzielle Unterstützung in Zeiten des Corona-Virus. Und jetzt auch noch die Kommunen; wieso das? Die Kommunen sollten erst einmal dafür sorgen, daß kleine Unternehmen überleben können und so weiter Gewerbeeinnahmen sicherstellen. Der Ex-Bürgermeister von KW hat einen großartigen Vorschlag gemacht, um kleine Läden zu retten und zudem einen grotesken Streit um den Stadthaushalt beizulegen. Prompt wird das vom amtierenden Bürgermeister und seiner Stadtverwaltung blockiert.

Länder, Kreise und Kommunen im Osten sind in den letzten dreißig Jahren mit Geld aus dem Westen zugeworfen worden. Trotzdem sind hier Schulden in einer Höhe aufgehäuft worden, für die die Westkollegen mehr als 70 Jahre und etliche Krisen gebraucht haben. Wenn nun die fetten Jahre zu Ende gehen, wird man hier ganz einfach kleinere Brötchen backen müssen. Keine schicken Behörden-Paläste mit immer mehr Personal, keine breiten Autopisten, keine Luxus-Kitas; kurz keine Geldverschwendung mehr. Das ist gut so, denn nun muß die Öffentliche Hand mit dem auskommen, was eingenommen wird. Prioritätensetzung und Kreativität sind gefragt. Die hiesigen Behörden werden viel lernen müssen! Für KW mit einem Nemesis-Bürgermeister und einer Verwaltung, die Ihre Bürger und die demokratischen Gremien offen bekriegen, sehe ich da allerdings schwarz...

 

Übrigens sollten die Mitarbeiter des Rathauses eine Bonuszahlung wg Corona bekommen. Diese skandalöse Selbstbedienung ist gottlob von den Stadtverordneten abgelehnt worden, weil füglich zu bezweifeln ist, daß hier aussergewöhnliche Leistungen erbracht wurden. Dagegen  muß den wirklichen Helden dieser Zeit, Pflegekräften, Kassiererinnen, Paketboten umgehend geholfen werden: Jedoch nicht mit Almosen wie Einmal-Boni, sondern mit Tarifverträgen, also ordentlicher Entlohnung wie sie die Rathäusler selbstverständlich auf Lebenszeit haben!!!


Behördlicher Vandalismus: Stadt KW zerstört mutwillig das Ortsbild am Bahnhof Zernsdorf

Die Stadt Königs Wusterhausen will überraschend die Strasse "Zum Bahnhof" und den Bahnhofsvorplatz kurzfristig ausbauen. Dabei soll das historische Pflaster der Strasse durch Betonverbundsteine ersetzt und sämtliche Bäume abgeholzt werden. Primäres Ziel der Stadt ist es, ordentlich betonierte Autoparkplätze zu schaffen. Gegen die Versiegelung der Flächen und die Fällung der alten Bäume, die mit dem Bahnbau vor mehr als 100 Jahren gepflanzt wurden, setzen sich Anwohner zur Wehr. Da bereits Parkplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Zufahrt zum Bahnhof gewährleistet ist, sind die geplanten Maßnahmen nicht nur überflüssig, sondern sogar  kontraproduktiv hinsichtlich Stadt-Finanzen, Umweltschutz und Denkmalschutz.

 

Am 06. Februar 2020 haben im Auftrag der Stadt KW die Fällungsarbeiten begonnen, obwohl gültige Genehmigungen von Denkmalschutz-behörde und Eisenbahnbundesamt nicht vorliegen und auch ein unabhängiges Baumgutachten fehlt. In diesen und andern Punkten hat die Stadtverwaltung die Entscheidungsgremien der Stadt belogen. Ausserdem gab es einen Widerspruch von Bürgern, der von der Verwaltung nicht bearbeitet worden ist. Am 28.02.2020 sind nun die letzten Bäume gefällt worden. Man kann es getrost als Barbarei, ja als Verbrechen bezeichnen, wenn ohne Not kerngesunde alte Laubbäume gefällt werden. Die Kommunalaufsicht ist eingeschaltet, und mit Sicherheit wird  Klage gegen die Stadt KW erhoben. Die schöne Baumreihe ist nun unwiederbringlich dahin, und der Charakter dieses Ortes ist zerstört! Die Stadt KW plant nicht, wenigstens neue Bäume hier vor dem Bahnhof anzupflanzen und den Parkplatz mit Natursteinen zu pflastern. Cui bono???

 

Übrigens: Für die Einsicht in die Akten des Strassenbauprojekts hat die Stadt KW 265 Euro berechnet. Also zahlt der Bürger für die "Leistungen" seiner Angestellten doppelt. Wucher ist im Geschäftsleben eine Straftat, bei den hiesigen Autokraten wohl die Norm.

 

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Gleismeßzug mit Diesellok 218 471 am 21.01.2020 in Zernsdorf


Dampflok 01 509 überführt am 29.11.2019 eine Diesellok zum Tanklager Kablow

Die PRESS-Lok 01 509 mit Diesel-Anhang bei Einfahrt in den Bahnhof Zernsdorf
Die PRESS-Lok 01 509 mit Diesel-Anhang bei Einfahrt in den Bahnhof Zernsdorf

Einsatz von Pflanzengiften bei der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn versprüht jährlich ca. 90 Tonnen Wirkstoffe von Herbiziden, um die Gleise unkrautfrei zu halten. Dabei kommt hauptsächlich der Wirkstoff Glyphosat von Monsanto/Bayer zum Einsatz. Die Bahn ist damit einer der größten Anwender von Herbiziden in Deutschland, was selbstverständlich Auswirkungen auch für benachbarte Gärten und das Grundwasser hat. Die ARD hat das Problem in einer Sendung für Report Mainz am 18. Juni 2019 thematisiert und dazu auch am Bahnhof Zernsdorf Dreharbeiten durchgeführt. Die Strecke KW-Frankfurt/Oder wurde zuletzt Ende Juni 2019 mit einem Zug zur "Vegetationskontrolle" befahren. Wir haben nun Boden- und Grundwasserproben genommen, die derzeit ausgewertet werden.

In der Ausgabe Nummer 36 des "Spiegel" vom 31. August 2019 ist ein weiterer Beitrag zum diesem Thema erschienen ("Die Mär von der grünen Bahn"). Am 11.11.2019 hat die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet. Es geht übrigens nicht nur um Glyphosat, sondern um alle von der DB eingesetzten Herbizide.


Berlin-Warschau-Express

Am 29. Januar 2019 hielt der Berlin-Warschau-Express der PKP gezogen von zwei DB 218 mit PKP-Lok 370 010 am Zugschluß auch in Zernsdorf. Das war allerdings nur ein Betriebshalt für den umgeleiteten Fernzug.