Willkommen

Zernsdorf als Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen liegt südöstlich von Berlin in Mitten eines Seen- und Waldgebietes. Attraktiv ist der Ort durch die naturnahe Umgebung, die Berlin-Nähe und seine guten Verkehrsverbindungen zu Lande, Wasser und in der Luft.

 

Diese Website informiert primär über Historisches und Aktuelles von der Eisenbahn in Zernsdorf und der Bahnlinie Königs Wusterhausen-Frankfurt (Oder), aber auch über andere Bahnstrecken in der Region und die ehemalige Lokomotivfabrik BMAG in Wildau. Vorschläge zur Verbesserung des Verkehrs in und um Königs Wusterhausen finden sich unter Verkehrskonzept und Ausführungen zum Thema umweltschädliche Belastungen unter Umweltschutz. Interessante Ziele für Erholungssuchende werden auf der Seite Touristisches beschrieben. Zu guter Letzt kommen Dichter und Denker zu Wort mit Texten, die auch in der heutigen Zeit ihre Aktualität nicht verloren haben ("Denkfutter"). 

 

An sich sollte hier diese meist erfreulichen Dinge im Vordergrund stehen. Leider rufen die insuffizienten Ämter hierorts viel Kritik und Widerspruch hervor. Auf der Startseite und auf der Seite Urbi et Orbi müssen daher auch die durchweg schlechten Erfahrungen mit den Behörden von Stadt und Kreis thematisiert werden.


Fahrplan der Züge ab Bahnhof Zernsdorf

Werktags stündlich ab 5:00 bis 23:00 Uhr, ausgenommen 22:00 Uhr; sonn- und feiertags erst ab 7:00 Uhr

jeweils zur Minute 18 nach Königs Wusterhausen,

jeweils zur Minute 40 nach Beeskow bzw Frankfurt/Oder


Aktuelles

Umweltkatastrophe, ja und ?

Schon wenige Wochen nach den Unwetterkatastrophen geht man in unserem Lande wieder zur Tagesordnung über. Nicht einmal ansatzweise sind Maßnahmen angekündigt, um den Ursachen solcher Ereignisse entgegenzuwirken. Die Stadt Königs Wusterhausen hat es nicht für nötig gehalten, auf einen Offenen Brief (siehe unten) zu reagieren, und steckt den Kopf in den märkischen Sand.

They don't believe we're on the eve of destruction. 

Also einfach weiter so: Den nächsten Tiefschlag gegen den Klimaschutz führen jetzt die politischen Gremien in KW zusammen mit dem Betreiber der Sandgrube in Zernsdorf:

Der Sand und Kies sind derzeit sehr gefragt;  dienen aber primär der weiteren Boden-Versiegelung durch Haus- und Strassenbau. Der Geschäftemacherei wird nun ein Wald geopfert, der Zernsdorf als Schutz gegen Lärm und Luftverschmutzung durch die Autobahn hilfreich war. Ein Lärmschutzwall aus Sondermüll mit Wander-Panoramaweg obenauf mit schöner Aussicht auf die Autobahn ist blanker Zynismus. Was sind das hier für Leute in den zuständigen Gremien und Ämtern? Wo sind die Grünen, wo der BUND und der NABU???


Bauarbeiten am Bahnhof Zernsdorf

Seit Freitag, den 22.10.2021 ist der Bereich rund um den Bahnhof Zernsdorf wegen der unten beschriebenen Strassenbaumaßnahmen weiträumig abgesperrt. Eine verläßliche Zuwegung zum Bahnsteig gibt es derzeit nicht - Abstellplätze für Fahrräder auch nicht. Selbst die Mitarbeiter der Deutschen Bahn haben keine Zufahrt zu ihren technischen Einrichtungen. Wie zu erwarten hat die Stadt KW es nicht für nötig befunden, Anwohner und Bahnkunden zu informieren. Die Folge dieser chaotischen Zustände ist, daß viele Leute verbotenerweise über die Gleisanlagen zum Bahnsteig laufen oder gar nicht mehr mit dem Zug fahren.

Am 2. November wurden viele, große Plastikteile angeliefert für den Bau von Entwässerungsanlagen. Nach der großflächigen Versiegelung des Vorplatzes ist eine solche künstliche Entwässerung notwendig. Der Einbau der Kunststoffteile wird dazu führen, daß im Laufe der Zeit Mikroplastik in das Erdreich und das Grundwasser gelangt. 

Naturzerstörung,  Verschwendung von Steuergeldern, Abschreckung der Bahnkunden und Verseuchung der Umwelt mit Plastikteilchen hat die Stadt KW als Bauherr zu verantworten.

 

Bildergalerie (bitte anklicken)

Behördlicher Vandalismus: Stadt KW zerstört das denkmalgeschützte Ortsbild am Bahnhof Zernsdorf

Die Stadt Königs Wusterhausen will überraschend die Strasse "Zum Bahnhof" und den Bahnhofsvorplatz kurzfristig ausbauen. Dabei soll das historische Pflaster der Strasse durch Betonverbundsteine ersetzt und sämtliche Bäume abgeholzt werden. Primäres Ziel der Stadt ist es, ordentlich betonierte Autoparkplätze zu schaffen. Gegen die Versiegelung der Flächen und die Fällung der alten Bäume, die mit dem Bahnbau vor mehr als 100 Jahren gepflanzt wurden, setzen sich Anwohner zur Wehr. Da bereits Parkplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Zufahrt zum Bahnhof gewährleistet ist, sind die geplanten Maßnahmen nicht nur überflüssig, sondern sogar  kontraproduktiv hinsichtlich Stadt-Finanzen, Umweltschutz und Denkmalschutz.

 

Am 06. Februar 2020 hatten im Auftrag der Stadt KW die Arbeiten zur Fällungen einer alten Laubbaum-Reihe begonnen, obwohl gültige Genehmigungen von Denkmalschutzbehörde und Eisenbahnbundesamt nicht vorlagen und auch ein unabhängiges Baumgutachten fehlte. In diesen und anderen Punkten hatte die Stadtverwaltung die Entscheidungsgremien der Stadt belogen. Ausserdem gab es  Widersprüche von Bürgern, die von der Verwaltung nicht bearbeitet worden sind. Am 28.02.2020 sind nun alle Bäume gefällt worden. Man kann es getrost als Barbarei, ja als Verbrechen bezeichnen, wenn ohne Not kerngesunde große Laubbäume gefällt werden. Die schöne Baumreihe ist nun unwiederbringlich dahin, und der Charakter dieses Platzes ist zerstört - für Autostellplätze, die nicht benötigt werden! Warum? Cui bono? 

Märkische Allgemeine Zeitung vom 19. April 2021


Großflächiger Einsatz von Pflanzengiften bei der Deutschen Bahn

Zernsdorf im Oktober 2021

Drei Mitarbeiter der Deutschen Bahn haben am Bahnhof Zernsdorf die Vegetation per Freischneider entfernt. Wir bedanken uns vielmals dafür, daß im Bahnhofsbereich offenbar in diesem Jahr keine Herbizide eingesetzt wurden.

Zernsdorf, den 15. Juni 2021

Der Spezialzug von Bayer Cropscience zur Vernichtung von Bewuchs in den Gleisen fuhr wieder auf der Strecke von Königs Wusterhausen nach Frankfurt/Oder über Zernsdorf. Dabei wird hauptsächlich der chemische Wirkstoff Glyphosat von Bayer/Monsanto ausgebracht. In der EU hat das umweltschädigende Glyphosat weitere Zulassung bis Ende 2022 erhalten - zur Freude des Herstellers. Immerhin hat Bayer das Verfahren eines ungarischen Unternehmens kopiert, mit dem eine Bahnstrecke gescannt wird und nur da Gifte versprüht werden, wo tatsächlich Bewuchs entstanden ist. Dadurch wird die ausgebrachte Giftmenge reduziert. Dennoch: Die Deutsche Bahn, die sich gerne als die grüne Bahn sieht, setzt leider noch immer jährlich tonnenweise Glyphosat ein, obwohl es alternative Verfahren zur Vegetationskontrolle völlig ohne giftige Chemie gibt. 

Der Giftzug am 15. Juni 2021 um 21:00 Uhr im Bahnhof Zernsdorf in Richtung Frankfurt/Oder fahrend
Der Giftzug am 15. Juni 2021 um 21:00 Uhr im Bahnhof Zernsdorf in Richtung Frankfurt/Oder fahrend

Die Deutsche Bahn versprüht jährlich 60 bis 80 Tonnen Wirkstoffe von Herbiziden, um die Gleise unkrautfrei zu halten. Die Bahn ist damit der größte Anwender von Herbiziden in Deutschland, was massive Folgen für Insekten, benachbarte Gärten und das Grundwasser hat. Die ARD hat das Problem in einem Beitag für Report Mainz am 18. Juni 2019 thematisiert und dazu auch am Bahnhof Zernsdorf Dreharbeiten durchgeführt. Die Strecke KW-Frankfurt/Oder wurde Ende Juni 2019 mit einem Zug zur "Vegetationskontrolle" befahren. Im Jahr 2020 wurde die Vegetation hier weitgehend per Hand mit Freischneidern entfernt - es geht doch! 

In der Ausgabe Nummer 36 des "Spiegel" vom 31. August 2019 ist ein weiterer Bericht zum diesem Thema erschienen ("Die Mär von der grünen Bahn"). Am 11.11.2019 hat die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet.


Ausschreibung Bahnnetz Ostbrandenburg

Berlin, den 02. Juni 2021

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat den Zuschlag im Wettbewerbsverfahren Netz Ostbrandenburg wieder an die NEB Betriebsgesellschaft mbH erteilt. Das Netz Ostbrandenburg umfasst auch die Linie RB36 von Königs Wusterhausen über Zernsdorf nach Frankfurt/Oder. Zukünftig kommen zweiteilige Elektrotriebwagen mit zusätzlichem Batteriespeicher, Typ Mireo Plus B von Siemens zum Einsatz. Im reinen Batteriebetrieb haben die Züge eine eher geringe Reichweite von ca. 80 Kilometern. Deshalb muß möglicherweise für die RB36 eine Lademöglichkeit in Beeskow gebaut werden. Die Betriebsaufnahme mit den neuen Zügen ist für Ende 2024 vorgesehen. 

Abbildung: Siemens
Abbildung: Siemens

Der VBB hat verlauten lassen, die Batteriezüge seien eine technische Neuerung und ein Meilenstein auf dem Weg zur Verkehrswende. Allerdings hatte schon 1907 die Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung Akkumulatoren-Triebwagen der Bauart Wittfeld beschafft, die bis 1962 bei der Deutschen Bundesbahn im Dienst standen. Den Wittfeld-Zügen folgten noch in den 1950er Jahren die Neubau-Akkuwagen ETA 150 und ETA 176 der DB. Die Anwendung der Speicherung elektrischer Energie in Batterien (eigentlich: Akkumulatoren) bei Eisenbahnzügen  hat sich bereits über 100 Jahre lang bewährt, ist also keineswegs neu. Übrigens wird Siemens auch eine Variante der Mireo-Züge mit Wasserstoff-Antrieb anbieten, den Mireo Plus H.


Besondere Lokomotiven im Bahnhof Zernsdorf

25.11.2021: Eine Stadler Eurodual (Baureihe 159) der BSAS aus Sachsen zieht den

leeren Kesselwagenzug von Kablow Richtung KW.

 

17. Mai 2021: Die Siemens Diesel-/Elektrolokomotive Vectron Dual Mode 248 004 war

auf Probefahrt von Königs Wusterhausen nach Frankfurt/Oder -

modernste Eisenbahntraktion am historischen Bahnhof Zernsdorf.

 

04. Dezember 2020: Diesellok 232 182 der Leipziger Eisenbahn Gesellschaft im Bahnhof

Zernsdorf eine Pause, bevor sie einen Kesselwagen aus Grünau holte. Die Lok hat eine

markante Lackierung mit aufgemaltem Motor und Motordaten.

 

08. Oktober 2020: Lok 01 509 war für eine abendliche Stunde zu Gast in Zernsdorf

 

29. Januar 2019: Berlin-Warschau-Express der PKP gezogen von zwei DB 218 mit 

PKP-Lok 370 010 am Zugschluß hielt auch in Zernsdorf. Das war allerdings nur

ein Betriebshalt für den umgeleiteten Fernzug.