Willkommen

Zernsdorf als Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen liegt südöstlich von Berlin in Mitten eines wunderschönen Seen- und Waldgebietes. Die Einwohnerzahl wächst derzeit sehr stark und die 4000er Marke wird bald erreicht sein. Attraktiv ist der Ort durch die naturnahe Umgebung, die Berlin-Nähe und seine guten Verkehrsverbindungen zu Lande, Wasser und in der Luft (Flughafen Schönefeld und dereinst vielleicht auch BER).

 

Diese Website informiert primär über Historisches und Aktuelles von der Eisenbahn in Zernsdorf und der Bahnlinie Königs Wusterhausen-Frankfurt (Oder). Aber auch von anderen Bahnstrecken in der Region wird berichtet. Vorschläge zur Verbesserung des Verkehrs in und um Königs Wusterhausen finden sich unter Verkehrskonzept und Ausführungen zum Thema umweltschädliche Belastungen unter Umweltschutz. Interessante Ziele für Erholungssuchende werden auf der Seite Touristisches beschrieben. Erfahrungen eines Neubürgers mit den Behörden von Stadt und Kreis finden sich unter Urbi et Orbi. Zu guter Letzt kommen Dichter und Denker zu Wort mit Texten, die auch in der heutigen Zeit ihre  Aktualität nicht verloren haben ("Denkfutter").


Aktuelles

Kein Tempolimit auf der Kreisstrasse in Zernsdorf und die Folgen

Am 24. Oktober 2019 meldet die Märkische Allgemeine Zeitung, daß auf einem Teilabschnitt der Kreisstrasse im Ort Zernsdorf Tempo 30 gelten soll. Auf Kreisstrassen ist grundsätzlich eine Geschwindigkeit von maximal 50 km/h vorgesehen. Von daher ist die Einrichtung einer Tempo 30-Zone ein sehr begrüßenswerter Fortschritt. Typisch ist jedoch die Halbherzigkeit der "Verantwortlichen": Zunächst läßt man noch einige Monate untätig vergehen, und dann soll die neue Regelung nur nachts erprobt werden. Wat soll dat? Denn immerhin bestünde auch die Möglichkeit, entschlossen gegen Lärm und Gefahren durch den Autoverkehr anzugehen, indem Tempo 30 ab sofort für den gesamten Ort gilt. Eine Beschilderung wäre dann nur an den Ortseingängen nötig, und alle Beteiligten hätten klare Regeln. Ausserdem könnte KW bzw Zernsdorf sich für eine vorbildliche Klimaschutzmaßnahme feiern lassen.

Am 23.01.2020 ist ein kleines Mädchen auf der Kreisstrasse angefahren und schwer verletzt worden. Das wäre vermutlich mit einer Tempobeschränkung nicht passiert. Die Politik muß jetzt endlich handeln!

Am 28.01.2020 sind auf einem Teilstück der Kreisstrasse Verkehrsschilder zur Tempobeschränkung montiert worden - Geltung von 22 bis 6 Uhr. Das ist natürlich exakt der Zeitraum, in dem Kinder unterwegs zur Kita oder Schule sind oder ältere Zeitgenossen einkaufen gehen.

Lieber Kreis, wir danken dir. Das war die Pflicht, jetzt kommt die Kür.


Umgebungsschutz für das Denkmal Bahnhof Zernsdorf

Die Stadt Königs Wusterhausen will überraschend die Strasse "Zum Bahnhof" und den Bahnhofsvorplatz kurzfristig ausbauen. Dabei soll das historische Pflaster der Strasse durch Betonverbundsteine ersetzt und sämtliche Bäume abgeholzt werden. Primäres Ziel der Stadt ist es, Autoparkplätze zu schaffen.

Gegen die Versiegelung der Flächen und die Fällung der alten Bäume setzen sich Anwohner zur Wehr. Da bereits Parkplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Zufahrt zum Bahnhof gewährleistet ist, sind die geplanten Maßnahmen nicht nur überflüssig, sondern sogar  kontraproduktiv hinsichtlich Stadt-Finanzen, Umweltschutz und Denkmalschutz.

Allerdings sind folgende preiswerte Verbesserungen denkbar: Die Strasse "Zum Bahnhof" könnte einseitig einen Fuß-/Radweg  und auf der anderen Seite erneuerte Parkplätze erhalten. Die Fahrbahn und der Wendekreis sollte entsprechend der Bahnhofstrasse in KW gestaltet, d.h. mit den vorhandenen Pflastersteinen neu gepflastert werden. Ein neuer Fahrradständer (ohne Überdachung!) sollte am westlichen Rand des Vorplatzes errichtet werden. Der Vorplatz sollte ansonsten unberührt bleiben, dort gibt es auch jetzt bereits Stellplätze für etwa 12 Autos. Teure Vorrichtungen zur Versickerung von Regenwasser sind weder für die Strasse noch für den Platz nötig.

Nur durch den Erhalt der Pflasterstrasse und der großen Bäume ist der Umgebungsschutz des Denkmals "Bahnhof Zernsdorf" gegeben und der Charakter des Areals gewahrt !

 

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Umweltbundesamt zum Thema Strassenverkehr

Das Umweltbundesamt (UBA) hat der Bundesregierung im Juni 2019 Maßnahmen zu Veränderung im Strassenverkehr vorgeschlagen. Der Bericht ist erst im Dezember 2019 publik geworden. Das UBA hält u.a. Tempo 120 auf Autobahnen, Erhöhung des Treibstoffpreises, Erhöhung der LKW-Maut und Abschaffung der Pendlerpauschale für dringend notwendig. Dadurch soll Verkehr auf der Strasse vermieden und umweltschädliche Emissionen vermindert werden. Es ist sehr zu begrüßen, daß endlich die zuständige Bundesoberbehörde naheliegende Maßnahmen empfiehlt. Allerdings hat die Bundesregierung keine in das sogenannte Klimapaket aufgenommen. Uns ist keineswegs freigestellt, unseren Krieg gegen Mutter Natur weiterzuführen. Die genannten und auch weitere Maßnahmen müssen sofort umgesetzt werden, um die Lebengrundlage für unsere Nachkommen zu erhalten. Der blaue Planet braucht uns nicht, wir Menschen aber den Planeten...


Gleismeßzug mit Diesellok 218 471 am 21.01.2020 in Zernsdorf


Dampflok 01 509 überführt am 29.11.2019 eine Diesellok zum Tanklager Kablow

Die PRESS-Lok 01 509 mit Diesel-Anhang bei Einfahrt in den Bahnhof Zernsdorf
Die PRESS-Lok 01 509 mit Diesel-Anhang bei Einfahrt in den Bahnhof Zernsdorf

Einsatz von Pflanzengiften bei der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn versprüht jährlich ca. 90 Tonnen Wirkstoffe von Herbiziden, um die Gleise unkrautfrei zu halten. Dabei kommt hauptsächlich der Wirkstoff Glyphosat von Monsanto/Bayer zum Einsatz. Die Bahn ist damit einer der größten Anwender von Herbiziden in Deutschland, was selbstverständlich Auswirkungen auch für benachbarte Gärten und das Grundwasser hat. Die ARD hat das Problem in einer Sendung für Report Mainz am 18. Juni 2019 thematisiert und dazu auch am Bahnhof Zernsdorf Dreharbeiten durchgeführt. Die Strecke KW-Frankfurt/Oder wurde zuletzt Ende Juni 2019 mit einem Zug zur "Vegetationskontrolle" befahren. Wir haben nun Boden- und Grundwasserproben genommen, die derzeit ausgewertet werden.

In der Ausgabe Nummer 36 des "Spiegel" vom 31. August 2019 ist ein weiterer Beitrag zum diesem Thema erschienen ("Die Mär von der grünen Bahn"). Am 11.11.2019 hat die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet. Es geht übrigens nicht nur um Glyphosat, sondern um alle von der DB eingesetzten Herbizide. Neuster Bericht stammt vom rbb:

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/11/glyphosat-einsatz-deutsche-bahn-brandenburg-berlin.html


Bürgermeister fordert Ausbau des Strassennetzes und Autobahnanschluß für Amazon !

In einem offenen Brief an die Landeregierung Brandenburgs setzt sich der Bürgermeister von Königs Wusterhausen im August 2019 für den massiven Ausbau des Strassennetzes rund um den Flughafen BER und für eine Autobahnausfahrt in Kiekebusch zu Gunsten der Firma Amazon und anderer Logistiker ein. Wer hat den Mann beauftragt, solche frechen Verdrehungen und Forderungen zu formulieren, die einen Schlag ins Gesicht derer bedeutet, die gegen die Zerstörungen der Umwelt und der Lebensgrundlagen angehen? Der Bürgermeister von KW ist nicht zuständig für den Ort Kiekebusch und sollte sich besser um die Angelegenheiten seiner eigenen Gemeinde kümmern. Die Einwohner von KW bezahlen ihn dafür und nicht für die Interessenvertretung irgendwelcher Großkonzerne, die ohnehin nur prekäre Arbeitsplätze bieten.

Die Aktion des Bürgermeisters hat ein arges G'schmäckle...


Umbau Bahnhof Königs Wusterhausen

Der Bahnhof Königs Wusterhausen ist ein Flaschenhals, weil für fünf einmündende Streckengleise nur drei Bahnsteigleise zur Verfügung stehen.

Nun liegen einige Vorschläge zur Verbesserung der Situation vor. Die Deutsche Bahn möchte ein Kehrgleis südlich des Mittelbahnsteigs einrichten. Das würde zum Teil die früheren Anlagen wiederherstellen, die vor einigen Jahren abgebaut wurden. Eine Entlastung des vielbefahrenen Bahnhofs wäre das aber kaum. Die Partei "Grüne/Bundnis90" wollen das S-Bahngleis an den Hausbahnsteig verlegen und den Mittelbahnsteig für den Fernverkehr nutzen. Das wäre jedoch ein grundlegender Umbau der Anlagen und extrem teuer, weil ein Kreuzungsbauwerk über die Fernbahn nötig wäre. Ausserdem würde immer noch ein Gleis für die RB 36 Richtung Frankfurt/Oder und ein zweites S-Bahngleis für den geplanten 10-Minutentakt fehlen. Große Lösungen sind diese beiden Verschläge nicht.

 

Nachhaltige Abhilfe schafft nur ein weiterer Mittelbahnsteig (siehe unter "Verkehrskonzept" auf dieser Website). Letztlich sind Bahnsteige mit 2 Gleisen für die S-Bahn und mindestens 3 Gleisen für den Fernverkehr notwendig!


Strassenausbau-Beitragssatzung

Die Stadt Königs Wusterhausen hat beschlossen, alle Strassen, Wege und Plätze in den Ortsteilen -also auch in Zernsdorf- zu asphaltieren. Die Anlieger müssen bis zu 90% der entstehenden Kosten tragen. Das führt in den meisten Fällen zu übermäßigen Belastungen der betroffenen Bürger, weshalb bundesweit zunehmend dagegen Widerstand geleistet wird. In Bayern haben diese Bürgeraktionen zu Erfolgen geführt: so hat u.a. die Stadt München die Beitragspflicht gestrichen. Das sollte auch in Königs Wusterhausen Schule machen.

Die Bürger zahlen in der Regel Steuern. Aus diesen derzeit sprudelnden Einnahmen müssen alle Ausgaben von Bund, Land und Gemeinden bestritten werden. Es ist nicht einzusehen, warum ausgerechnet für den Strassenbau die Anlieger gesondert zur Kasse gezwungen werden. Baumaßnahmen, die nicht aus Steuern bezahlt werden können, müssen eben verschoben werden. Jede Familie muß notgedrungen mit einem bestimmten Budget auskommen, so auch unsere Verwaltungsbehörden. Es ist höchste Zeit, daß sich die Bürger in Königs Wusterhausen und ganz Brandenburg für die Abschaffung der ungerechten Beitragssatzungen engagieren.

 

Die Landesregierung hat nach Pressemeldungen am  7. Januar 2019 angekündigt, die Strassenausbaubeiträge abschaffen zu wollen. Das soll allerdings nicht für die sogenannten Sandpisten gelten, sondern nur für bereits befestigte Strassen...


Berlin-Warschau-Express

Am 29. Januar 2019 hielt der Berlin-Warschau-Express der PKP gezogen von zwei DB 218 mit PKP-Lok 370 010 am Zugschluß auch in Zernsdorf. Das war allerdings nur ein Betriebshalt für den umgeleiteten Fernzug.